Bildungsangebot und pädagogisches Prinzip:
Der „Bildnerische Zweig“ soll im Rahmen der Umgestaltung mit einer echten Schwerpunktsetzung aufwarten können – aus diesem Grund sind ab der 6. Klasse jeweils 3 Wochenstunden im Fach „Bildnerische Erziehung“ vorgesehen; zusätzlich wird ab der 5. Klasse das Fach „Bildnerisches Gestalten und Werkerziehung“ geführt.


Die „Projektwerkstatt Medien“:

– ist ein schulautonomes Fach für den „Schwerpunktzweig Kunst & Medien“ (in der 6. Klasse, 2 Wochenstunden).
– hat zur Zielsetzung die (Weiter-)Entwicklung der Medienkompetenz der SchülerInnen.
– bietet inhaltlich (ein wenig) Theorie und (viel) Praxis des Mediendesigns.
– Die SchülerInnen arbeiten mit folgender Software (derzeitiger Stand): GIMP
– Bildbearbeitung Inkscape – Vektorgrafik Scribus – Desktop-Publishing / Layout NVU – Webdesign ev. Pencil – (Zeichentrick-)Animation es handelt sich dabei um Open-Source-Programme – Gratis-Software für die Schule und zuhause.
– Mit der Einführung der „Projektwerkstatt Medien“ ist auch eine weitere Vertiefung der Schwerpunktsetzung im „Kunst & Medien-Zweig“ gewährleistet.
– Die „Projektwerkstatt Medien“ nimmt auf die „Schulentwicklung Laptop-Klassen“ des BORG Perg Bezug.

BE:
Grundlagenkenntnisse in Theorie und Praxis
Kunstgeschichte – Überblick
Kunsttheorie und –philosophie

BGW:
Produktgestaltung
Projektorientierter Unterricht (z.B. Architekturprojekte, Filmprojekte, Projekte gemeinsam mit Künstlern …)
Gestaltungstätigkeit im schulischen / gesellschaftlichen Kontext (Entwicklung von typografischen Gestaltungslösungen, Entwerfen von Plakaten, Gestaltung von Ausstellungen, Teilnahme an Wettbewerben…)
Wahlpflichtfächer und unverbindliche Übungen:
(das derzeitige Angebot umfasst Mediendesign, Fotografie, Radioworkshop – letzteres ist zwar nicht fachspezifisch, aber im Sinne der Medienerziehung):
hier besteht die große Chance – es liegt an den SchülerInnen, sie zu nützen! – den eigenen bildnerischen Neigungen nachzugehen – spezielle Techniken auszuprobieren, spezielle Inhalte zu behandeln, kurz: einen echten – und individuellen – Schwerpunkt zu setzen!

Die von allen FachkollegInnen bevorzugte pädagogische Methode baut auf der altbewährten Kombination von
Theorie & Praxis auf:

bildnerische Praxis:
Das eigene schöpferische Tun bildet die Grundlage für die Steigerung der bildnerischen Ausdrucksfähigkeit.
Das praktische Arbeiten in und mit verschiedenen Techniken und Technologien soll den SchülerInnen Freude bereiten, soll vor allem auch dem Bedürfnis Rechnung tragen, Gefühle und eigene Anliegen zum Ausdruck zu bringen sowie sich handwerkliche und gestalterische Fähigkeiten anzueignen – künstlerische Techniken sollen als Quell der lustvoll-aktiven Auseinandersetzung mit der Welt und ihren vielfältigen Phänomenen erkannt und genutzt werden, aber auch ein Sprachrohr für die inneren Bedürfnisse darstellen, die im modern-hektischen Alltagsleben oftmals verdrängt werden.

Reflexion:
Die Begegnung mit Kunst und der Versuch, einzelnen ihrer Werke mit umfassendem Verständnis entgegenzutreten, erfordert sowohl emotionelle als auch intellektuelle Fähigkeiten; die Verknüpfung gefühlsbestimmten Erlebens mit geistiger Erkenntnis fördert die Fähigkeit zum ästhetischen Genuss.

Inhalte des Schwerpunkts Kunst & Medien:

Der Bereich „Kunst“:

Durch die Freude am eigenen bildnerischen Gestalten steigt auch der Genuss beim Betrachten / Konsumieren von Kunstwerken – die AbsolventInnen dieses Zweiges sollen lernen, die Sprache der Kunst zu verstehen:
Kunst – in all ihren Facetten – ist immer Ausdruck und Mitteilung. Die Auseinandersetzung mit der Vielzahl künstlerischer Ausdrucksformen – die verschiedenen Sprachen der Kunst – fördert und erfordert:
• Individuelle Kompetenz – Persönlichkeitsbildung durch Schulung von Intellekt, Emotion, Geschicklichkeit
• Kommunikative Kompetenz – Ausdrucksfähigkeit als Grundlage für kulturellen Austausch
• Soziale Kompetenz – Toleranz und Respekt gegenüber anderen Ausdrucks- und Lebensformen, gegenseitige Akzeptanz
Kunstverständnis erhöht die (individuelle und gesellschaftliche) Lebensqualität – denn auch der „Konsum von Kunst“ kann und soll Freude bereiten!

Der Bereich „Medien“:
Immer schon stand die Arbeit in verschiedenen Techniken und mit unterschiedlichen Materialien im Mittelpunkt dieses Zweiges; zu den traditionellen Ausdrucksmöglichkeiten kamen jedoch im Laufe der Zeit neue Technologien hinzu – im neuen „ORG mit Schwerpunkt Kunst und Medien“ sollen klassische und zeitgemäße Medien Gegenstand der Auseinandersetzung sein.
Die Beschäftigung mit einer (aus der möglichen Vielfalt zu treffenden) Auswahl verschiedener Techniken soll den SchülerInnen auch ermöglichen, über den Aspekt der Allgemeinbildung hinaus im Sinne einer eventuellen späteren Berufswahl (z.B. im Bereich von Architektur, Grafik- oder Produkt-Design, Filmgestaltung, Art Management usw.) eigene Vorlieben und Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwicklen.
Zielsetzungen des Schwerpunkts Kunst & Medien:

Ein Leben mit Medien – Medien für’s Leben:
Medien – im engeren Sinne definiert als „Massenmedien“, speziell die neuen Technologien Computer und Internet – haben in unserer Gesellschaft einen Stellenwert, der stetig im Steigen begriffen ist.
Der versierte Umgang mit Medien ist Voraussetzung für die Teilnahme des Einzelnen an vielen gesellschaftlichen Bereichen.
In der Auseinandersetzung mit den neuen Medien steht jedoch für uns nicht die Technik, sondern der Mensch im Mittelpunkt – es soll daher nicht der Streit zwischen bestimmten Technologien (und damit verbundenes Konkurrenzdenken) geschürt, sondern die Medien dazu genützt werden, um Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen und Ausdrucksformen zu ermöglichen – nach dem Motto: Medien im Dienste des Menschen!

Den SchülerInnen soll Medienkompetenz vermittelt werden, die durch folgende Schlüsselqualifikationen bestimmt wird:
• Inhaltliche Kompetenz – kritisches Verstehen
• Ästhetische Kompetenz – formale Gestaltung
• Technische Kompetenz – Handhabung von Technologien
Nicht einseitiges Spezialistentum, sondern die wechselseitige Ergänzung dieser Komponenten führt zu einer umfassenden Medienkultur.