Vom 27. bis 29. April 2026 fand der Landeswettbewerb der Chemieolympiade am Gymnasium Schärding statt, wobei das BORG Perg tolle Erfolge erzielen konnte. Matteo Bertignoll aus der Klasse 6h2 sicherte sich den Titel des Landesmeisters, während Esther Hayder (7h1) den hervorragenden dritten Platz erreichte und auch Paul Kern (8h2) mit Platz 4 kämpfte sich in die Top 5. 

Unsere Schule stellte mit 11 von insgesamt 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das größte Team. Bemerkenswert ist, dass sich alle elf unter den besten 22 Rängen platzieren konnten. Da diese Schülerinnen und Schüler durchgehend aus dem humanbiologischen Zweig stammen, unterstreicht dies die fundierte Vorbereitung dieses Schulzweigs auf naturwissenschaftliche Problemstellungen. 

Die erfolgreiche Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler erfolgte durch die betreuenden Lehrkräfte Mag. Doris Gratzer-Wiesinger und Philipp Edelsbacher, MEd.

 

Das diesjährige Teilnehmerfeld erreichte eine neue Rekordgröße: 70 Schülerinnen und Schüler aus der 4. Klasse Unterstufe bis hin zur Maturaklasse stellten sich der Herausforderung. Sie kamen aus 14 verschiedenen Schulen, wobei die Vorbereitung durch insgesamt 19 Kursleiterinnen und Kursleiter mit besonders großem Einsatz und intensiver Betreuung erfolgte, um die Jugendlichen optimal auf den Wettbewerb vorzubereiten. 

Die Olympiade geht deutlich über klassische Prüfungen hinaus. Sie ermöglicht zusätzlich gemeinsames Lernen, sowie das Knüpfen und Pflegen von Freundschaften unter Gleichgesinnten. Am ersten Tag standen Besichtigungen der Firmen EVG (Halbleitertechnik) und Milltech (Metallbearbeitung) auf dem Programm, die nicht nur fachliche Einblicke ermöglichten, sondern auch den Austausch unter den Teilnehmenden förderten.

Der zweite Tag war der eigentliche Wettbewerbstag, aufgeteilt in drei Stunden Theorie am Vormittag und zwei Stunden Praxis am Nachmittag. Im Theorieteil wurden reale Problemstellungen behandelt: So standen heimische Mineralien wie Antimonglanz im Fokus – hierbei wurden unter anderem KI-generierte Bilder auf ihre Richtigkeit überprüft. Zudem analysierten die Jugendlichen die Proteinstruktur von Endorphinen und planten die Synthese eines Lokalanästhetikums, wie es in schmerzstillenden Lutschtabletten vorkommt. In der Praxis wurde eine Lösung verschiedener Chlorid-Salze mit Silberlösungen untersucht. Als Indikator diente das intensiv grün fluoreszierende Fluorescein, wodurch sich die Chemie von ihrer bunten Seite zeigte. 

Den Abschluss bildete die Siegerehrung am dritten Tag, begleitet von Direktorin Brigitte Reisinger sowie Ehrengästen wie Leonhard Werner (LAT Nitrogen), Bürgermeister Günter Streicher und Schulqualitätsmanager Rupert Sodl. Neben Fachbüchern, T-Shirts und Molekülbaukästen  erhielten Plätze 1-3 passend zum MINT-Schwerpunkt Medaillen aus dem 3D-Drucker. 

Das BORG Perg ist enorm stolz auf seine Schülerinnen und Schüler. Matteo und Esther vertreten nun Oberösterreich beim Bundeswettbewerb in Baden bei Wien. Bei weiterem Erfolg winkt sogar die Teilnahme an der Internationalen Chemieolympiade in Usbekistan. Wir drücken fest die Daumen!