Herr Džemal Šibljaković von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ), der unter anderem als muslimischer Gefängnisseelsorger gearbeitet hat und als Psychotherapeut in Wien tätig ist, reiste extra an, um für die Ethikgruppen der 5., 7. und 8. Klassen einen Workshop zum Thema „Religiösen Extremismus erkennen“ zu halten.
Nach einer Sammlung von Assoziationen zu Radikalisierung und Extremismus untersuchten die Schüler*innen anhand eines Fallbeispiels, wie der Radikalisierungsprozess eines Jugendlichen ablaufen kann: wie er in eine Gruppe hineinkommt, welche Mechanismen dort wirken und wie ein junger Mensch wieder einen Weg hinausfinden kann. Auch die Rolle der sozialen Medien wurde in diesem Zusammenhang diskutiert.
Besonders anschaulich wurde es, als Herr Šibljaković ein Dokument mit in Österreich verbotenen Symbolen zeigte und erläuterte, wie diese genutzt werden, um Menschen zu beeinflussen.
Ein weiteres Ergebnis war die Erkenntnis, dass alle extremistischen Gruppierungen nach einem ähnlichen Muster arbeiten und jede*r mit dem richtigen Trigger radikalisiert werden kann.
Zum Abschluss gab Herr Šibljaković noch einen wertvollen Tipp: Jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, für die man dankbar ist. In einer Welt, in der viele nur das Negative sehen, kann dies helfen, den Blick auf das Positive zu richten.
Anmerkung: Der Workshop wurde über den OeAD in Zusammenhang mit dem Projekt „Starke Schule, starke Gesellschaft“ mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung (BMB) und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) finanziert.
